Die 3 Gunas: Rajas, Tamas, Sattva

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Die 3 Gunas

Im nicht manifestierten Universum hat die Energie 3 Qualitäten, die als die 3 Gunas und als Rajas, Tamas, Sattva bezeichnet werden und in totaler Harmonie zuein­ander existieren. Die Bedeutungen dieser Eigenschaften sind:

  • Rajas – Aktivität, Erregung etc.
  • Tamas – Dunkelheit, Trägheit etc.
  • Sattva – Reinheit, Ausgeglichenheit etc.

Sobald die Energie Form annimmt (sich materialisiert), überwiegt eine dieser 3 Qualitäten oder Eigenschaften.

So finden sich auf einem Obstbaum einige Früchte, die noch unreif sind (rajas), andere sind schon überreif (tamas) und wieder andere sind reif, also genau richtig zum Essen (sattva). –
Gleichgültig, welche Eigenschaft vorherrscht, ein Element der beiden anderen wird immer vorhan­den sein. –
Auch eine einzelne Frucht kann zum Großteil reif sein, doch ein Teil kann schon faulen, auch wenn dies mit bloßem Auge nicht erkennbar ist, und ein Teil wechselt gerade von einem Zustand in den anderen.

Die 3 Gunas umfassen jegliche Existenz, alles Geschehen.

Ebenso wie auf einem Obstbaum überwiegt in jedem Menschen eine der 3 Gunas, ist stärker als die beiden anderen und spiegelt sich in allem, was dieser Mensch tut und denkt.

Erst in der Erleuchtung sind diese 3 Eigenschaften überwunden, wieder in Harmonie zueinander, also ausgeglichen, so wie in ihrem ursprünglichen Zustand.

Die 3 Gunas in der Ernährung

Rajas

Hierunter fallen Speisen, die sehr scharf, bitter, sauer, trocken­ oder salzig sind.
Diese Speisen zerstören das geistig-körper­liche Gleichgewicht, indem sie den Körper auf Kosten des Geistes nähren. Zuviel rajasige Nahrung über­reizt den Körper und erregt Leidenschaf­ten, der Geist wird unruhig und unkontrollierbar, was wiederum ein großes Hindernis in der Meditation darstellt, den in der Meditation soll der Geist ausgeglichen sein und zur Ruhe kommen.

Zur Rajas-Ernährung gehören:

Alle scharfen Sachen wie scharfe Gewürze und starke Kräuter, Stimu­lanzen wie Kaf­fee und Tee, Fisch, Eier, Salz, Schokolade. Hastiges Essen gilt ebenfalls als ra­jasig.

Tamas

Diese Nahrung nutzt weder dem Geist noch dem Körper. Prana (Chi = Lebensenergie) wird abge­zogen, der Verstand wird ge­trübt und Trägheit stellt sich ein.
Die Abwehrkräfte des Körpers schwinden und der Geist füllt sich mit düsteren Empfindun­gen wie Ärger und Habgier, was ebenfalls ein großes Hindernis in der Meditation darstellt (siehe unter Rajas).

Zur Tamas-Ernährung gehören:

Fleisch, Alkohol, Zwiebeln, Knob­lauch, fermentierte (gegärte) Le­bensmitteln wie Essig, verdorbene sowie überreife Substanzen. Zu Tamas zählt auch der Ge­nuss von Tabak und die Völle­rei.

Sattva

Dies ist die reinste Ernährung und ist daher am besten geeignet für jeden ernsthaften Yoga-Schüler. Sie nährt den Körper und er­hält ihn in einem friedfertigen Zustand.
Sie beruhigt und reinigt den Geist, befähigt ihn zu Höchst­leistungen.
Eine sattvaige Ernährung führt somit zu wahrer Gesundheit: Ein friedfertiger Geist kon­trolliert einen kräftigen Körper und zwischen beiden fließt ein ausgeglichener Energiestrom.

Zur Sattva-Ernährung gehören:

Getreide, Vollkornbrot, fri­sches Obst und Gemüse, reine Fruchtsäfte, Milch, Butter und Käse, Hülsen­früchte, Nüsse, Samen, Sprossen, Honig und Kräutertee.

Somit hoffe ich, dass ich dir einen kurzen Einblick in die 3 Gunas bieten konnte, die sich als Rajas, Tamas und Sattva überall im Universum manifestieren.

Als zusätzliche Lektüre empfehle ich dir den von mir erstellten Artikel “Vegetarisch leben!?” – Ernährung ohne Tierleid!

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