Bei Yoga-Kursen und Yoga-Seminaren von Walter Bracun – Teil 3

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Yoga-Kurse und -Seminare bei Walter Bracun

In diesem Beitrag findest kurze Geschichten und Erfahrungen, die ich, Walter Bracun, als Yoga-Lehrer bei meinen Yoga-Kursen und Yoga-Seminaren immer wieder erlebe.
Da dieser Beitrag etwas länger als üblich geraten ist, hier eine kurze Übersicht, worüber du dich nachfolgend informieren kannst. Ich habe einige Überschriften verlinkt, so kannst du schneller und bequemer zum jeweiligen Thema (und wieder hierher zurück) gelangen.

Falls du den Teil 1 dieses Beitrags noch nicht gelesen hast …
Das findest du im Teil 1 des Beitrags „Bei den Yoga-Kursen und Yoga-Seminaren von Walter Bracun“

  • Meine Yoga-Kurse und Yoga-Seminare
    • * Yoga-Kurse
      * Yoga-Seminare
      ~ Yoga-Seminare – warum?
  • Meine Angebote an Kursen und Seminaren
    • * Yoga-Kurse
      ~ Yoga 1-Kurse
      ~ Yoga 2-Kurse
      ~ Zusätzliche Kurse
      * Yoga- bzw. Selbsterfahrungseminare

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Falls du den Teil 2 dieses Beitrags noch nicht gelesen hast …
Das findest du im Teil 2 des Beitrags „Bei den Yoga-Kursen und Yoga-Seminaren von Walter Bracun“

  • Spezielles bei meinen Yoga-Kursen bzw. -Seminaren
    • * Kurse und -Seminare – indoor
      ~ Mache dich frei!
      ~ Auch Pünktlichkeit ist Disziplin
      ~ Ein Yoga-Kurs ist kein Schauspiel
      ~ Vorzeigen, mitmachen oder nicht?
      ~ Meine Nachbarin ist viel beweglicher! 🙁
      ~ Wende deine Energie nach innen!
      ~ Atmung – dein Bauch ist wie ein Luftballon

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Hier der Inhalt dieses Beitrags (= Teil 3/5)

Das findest du im Teil 4 des Beitrags „Bei den Yoga-Kursen und Yoga-Seminaren von Walter Bracun“

  • Spezielles bei meinen Yoga-Kursen bzw. -Seminaren
    • * Kurse und -Seminare – outdoor
      ~ Wenn ich das gewusst hätte …
      ~ Du brauchst die Bäume nicht zu stützen

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Das findest du im Teil 5 des Beitrags „Bei den Yoga-Kursen und Yoga-Seminaren von Walter Bracun“

  • Spezielles bei meinen Yoga-Kursen bzw. -Seminaren
    • * Kurse und -Seminare – Diverses
      ~ Einfache Empfehlungen (Regeln)
      ~ Ich bin ver-rückt! – Na und!?
      ~ Ich gebe mein Bestes
      ~ Ich habe immer Recht! – Du allerdings auch!
  • Mehr über mich, meine Yoga-Kurse und -Seminare erfahren?

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Spezielles bei meinen Kursen bzw. Seminaren

Yoga-Kurse und -Seminare – indoor (Fortsetzung)

Fliegende Tiere und andere Imponderabilien

Fliegen und Lärm

Fallweise setze ich Fliegen im Kursraum aus bzw. bestelle einen Musiker der im Kursraum oberhalb des Raumes in dem ich meine Yoga-Kurse abhalte, einen Takt mit seinem Fuß auf den Boden des Kursraumes schlägt. Die Fliegen krabbeln auf der Haut herum, der Musiker produziert Lärm. Beide Maßnahmen dienen dazu die Konzentrationsfähigkeit der Kurs-TeilnehmerInnen zu testen bzw. zu erhöhen.

Das war natürlich ein Scherz! –

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Gerade in ländlichen Gegenden treiben sich die Fliegen ganz von selbst in den Kursräumen herum und bei dem Musiker handelt es sich um einen Musiklehrer an einer Volkshochschule, der seine Kurse parallel zu meinen Yoga-Kursen genau einen Stock höher hält.

Jedenfalls das ist nun kein Scherz: Beide Vorkommnisse, also Fliegen und Lärm, können (könnten) unter anderem wirklich dazu verwendet werden, sich besser zu konzentrieren (bzw. dies zu lernen).
Konzentration bedeutet, dass alle Sinne zur selben Zeit auf einen Punkt gerichtet werden. Wenn dies geschieht, sollten weder die Fliegen, noch die Takt-Klopferei des Musiklehrers stören.

Jetzt wird’s ernst!

Aber kaum kommt, vor allem bei der Entspannung im Liegen, eine dieser (ganz gewöhnlichen (Stuben-)Fliegen in die Nähe einer Anwesenden, beginnen die Meisten, anstatt sich zu konzentrieren, mit ihren Händen herumzufuchteln, als ob ein Wespen-Schwarm im Angriff begriffen sei.
Versucht dann noch der Eine oder die Andere eine dieser Fliegen (vor meinen Augen) umzubringen bzw. setzt dieses Vorhaben in die Tat um, kann ich schon sehr sauer werden und der/die Betroffene wird von mir zurechtgewiesen.
Fliegen sind ebenso Lebewesen! –
Bringst du (d)ein Kind auch gleich um, wenn es dir ein bisschen lästig fällt? –
Nein, jedoch bei Insekten ist das ganz was anderes! –

Konzentriere dich (lass demgemäß deine Gedanken zur Ruhe kommen) und die Fliegen werden dich nicht irritieren, weil du erstens in dir ruhen und dich ergo im Außen nichts stören wird und zweitens die Fliegen erst gar nicht zu dir kommen werden, denn sie halten sich ohnehin immer nur bei denjenigen auf, die (geistig) unruhig sind und somit diese Unruhe auf ihr Umfeld (in dem Fall die Fliegen) übertragen.
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Räucherstäbchen

Wieder andere haben mit den Räucherstäbchen, die ich bei jedem Kurs anzünde, um eine spirituelle Atmosphäre zu schaffen, überhaupt keine Freude.
Früher beharrte ich auf meinem Vorhaben, in letzter Zeit verzichte ich jedoch auf die Räucherstäbchen, wenn jemand der Geruch stört und spare somit auch noch Geld.
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Totenlage, Totenstellung

Und schließlich gibt es noch Jene, die jedes Mal zusammenzucken, wenn ich den Begriff „Totenlage“ fallen lasse. Die Totenlage (auch Totenstellung) ist die Entspannungslage, die zwischen einzelnen Körperstellungen und auch bei der so genannten End-Entspannung, also am Schluss der Yoga-Stunde eingenommen wird.
Diejenigen, die diese Wortwahl stört, sollten sich also mehr mit dem Tod auseinandersetzen, um diesem Wort die offensichtlich Angst einflößende Wirkung zu nehmen.
Wer sich zu Lebzeiten, also zeitgerecht und auch hin und wieder bewusst macht, dass es einen selbst ebenfalls irgendwann treffen wird und er/sie die leibliche Hülle zurücklassen muss, wird, wenn es dann so weit ist, kaum Probleme haben, diese Erde zu verlassen.

Die Moral von diesem Abschnitt: Gewisse Dinge sind nicht änderbar, sie sind einfach (da). Es geht also darum, diese Dinge akzeptieren zu lernen und so ihren Schrecken bzw. ihren Einfluss, den sie auf einen ausüben, los zu lassen.
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Schwindelgefühle

Die Zwerchfellatmung wird nicht nur zur Kontrolle des Atems, sondern auch zur Reinigung der Atemwege und Atmungsorgane praktiziert. Durch diesen Reinigungsprozess kommt es gelegentlich vor, dass Manche Schwindelgefühle entwickeln, wenn sie die Zwerchfellatmung das erste Mal durchführen.


Zwerchfellatmung (Kapalabhati)

Denen erkläre ich dann, dass sie sich ein Zimmer vorstellen mögen, in dem sich eine dicke Staubschicht angesammelt hat. Zudem sollen sie sich vorstellen was passiert, wenn jemand beginnt dieses Zimmer mit einem Besen aufzukehren. – Eine dicke Staubwolke wird sich unmittelbar erheben.
Durch die Praxis der Zwerchfellatmung wurde begonnen, ebenfalls zusammen zu kehren (bzw. zu räumen) – diesmal allerdings im eigenen Körper. Somit breitete sich Energie in Regionen aus, in die sie bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorgedrungen war. Dieses Vordringen der Energie macht sich als Schwindel bemerkbar und kann mit der Staubwolke verglichen werden, die beim Kehren mit dem Besen im vorher angeführten Zimmer entsteht.
Erfahrungsgemäß entsteht der Schwindel nur beim ersten Mal; beim zweiten Durchgang ist er meist schwächer bzw. gar nicht mehr vorhanden.
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Muskelkater

ist ebenfalls eine Erscheinung, die nach der ersten Yoga-Stunde auftreten kann.
Ist dies geschehen, ermuntere ich die Betroffenen, es positiv zu sehen: Sie haben etwas getan, was sie vorher noch nicht getan haben, denn sonst hätten sie auch keinen Muskelkater bekommen können. Die Meisten betrachten den Muskelkater ohnehin auf diese Weise und außerdem tritt auch diese Erscheinung meist nur beim ersten, in seltenen Fällen noch beim zweiten Mal auf.

Interessant ist jedoch das Folgende: Oft ziehen sich die, die annehmen, dass sie eh‘ so gut sind, weil sie Sport machen oder sich sonst irgendwie bewegen, den nicht erwarteten Muskelkater zu und die Anderen, die meinen einen zu bekommen, werden davon verschont.

Egal, wie auch immer, eines ist klar: Durch die Praxis der Körperstellungen und vorzugsweise durch die Übung des Sonnengrußes werden Körperpartien gefordert, denen sonst mehr oder weniger kaum Beachtung geschenkt wird.
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Zitter, zitter

Zum Thema Kälte: Manchen ist dauernd kalt; kein Wunder, heizen sie doch ihre Wohnungen im Winter bis zu 25 Grad Celsius und mehr auf. Daher leicht verständlich, dass sie frieren, wenn sie sich dann in „normal“ beheizten Räumen mit etwa 21 Grad Celsius aufhalten.

In manchen Fällen kann dies aber auch mit der Ernährung zu tun haben, denn verschiedene Menschentypen (Vata, Pitta und Kapha gemäß der Ernährungslehre im Ayurveda) benötigen entsprechende Nahrungsaufnahme.

Doch du kannst dir Wärme auch „antrainieren“; auf der einen Seite durch die Vorstellung und die Autosuggestion von Hitze, auf der anderen Seite, indem du nicht noch mehr anziehst, wenn dich ein bisschen friert, sondern indem du dich ausziehst, ja ausziehst! – Gerade dieses bisschen (nur ein wenig) Frieren wird dir helfen dich mehr und mehr an die Kälte zu gewöhnen und irgendwann bist du nicht mehr die „Erfrorene“, die du einmal warst.

In diesem Zusammenhang ein weiteres Beispiel, nämlich zu Übergewicht: Wenn du Hunger hast, bist du wahrscheinlich gewohnt, sofort deinen Appetit zu stillen. Doch nun dasselbe wie bei der Kälte: Wenn du Hunger hast, iss‘ nichts! Denn, wenn du immer ein bisschen (nur ein wenig) Hungergefühl mit dir herumträgst, wirst du unweigerlich abnehmen.
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Bakterien – ein weiteres Problem!?

Im Sivananda Aschram in Indien ist der Boden mit Kuh-Dung (ja, du hast richtig gelesen: Kuh-Dung! :-)) eingeebnet, um die Ansteckung durch Krankheitserreger hintan zu halten. Doch, die Gefahr der Ansteckung durch irgendwelche dieser Viecher ist in Indien sicher höher einzuschätzen ist, als bei uns im Westen.

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Trotzdem vermeiden es Manche tunlichst, sich auf die von den diversen Instituten bereitgestellten Matten zu legen, denn da könnte offensichtlich große Gefahr einer Infizierung bestehen.
Demzufolge breiten sie ihre mitgebrachten Hand- bzw. Badetücher zwischen sich und den von mir vorbereiteten Matten aus, um dann vor allem beim Sonnengebet dauernd über diese Tücher zu stolpern. In weiterer Folge müssen sie diese immer wieder glätten und auszurichten, um halbwegs bequem auf dieser Unterlage zu liegen.
Der Sinn von Yoga, bei sich zu sein, rutscht dabei natürlich ins Abseits, wenn mann/frau andauernd mit irgendwelchen Ablenkungen beschäftigt ist.

Wenn du dich (zu dem eben Erwähnten) betroffen fühlst, sei dir hiermit kundgetan, dass sogar die Wissenschaft schon festgestellt hat, dass ein Überleben in sterilen Räumen nicht möglich ist, wir also diese Viecher zum Überleben sogar brauchen. Also: Genieße den „Dreck“ in Form dieser mikroskopisch kleinen Tierchen, denn sie helfen dir dein Immunsystem zu stärken und dich folglich vor vielen kleineren, aber auch größeren Übeln zu bewahren!
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Partnerübungen

wende ich fallweise im Zuge der Praxis der Körperstellungen an, um tiefer in die jeweiligen Positionen zu gelangen und somit einen höheren Dehnungs- bzw. Los-Lass-Effekt zu bewirken, als dies beim selbständigen Üben (also ohne Partner) der Fall wäre.

Durch die Unterstützung eines Partners (bzw. bei manchen Stellungen auch durch zwei) wird mehr Druck erzeugt, der sich nicht in Gegendruck, sondern in Loslassen des Gedrückten äußern sollte. Stellt der drückende Partner fest, dass der gedrückte Partner sich in einer Stellung nicht ent-, sondern verspannt, ist es die Aufgabe des Einen den Anderen darauf hinzuweisen sich besser auf die Ausatmung zu konzentrieren, dadurch loszulassen und somit durch dieses Loslassen tiefer in die Stellung zu kommen bzw. sich sinken zu lassen. Wenn der Gedrückte diesem Hinweis folgt, kann der Druck langsam und stetig erhöht werden.

Bei dieser Art der Yoga-Praxis lege ich selbstverständlich ebenso darauf Wert, dass bei den Übungen Stille herrscht, dass sich der Übende auf sich selbst und andererseits der Partner auf den Übenden konzentriert und das Ganze nicht in „Kaffeehaus-Atmosphäre mit gemütlichem Tratsch“ ausartet. Es ist jedoch in Ordnung, wenn die Übenden dem Partner mitteilen, ob sie mehr bzw. weniger Druck haben wollen.

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Aber auch das sind positive Effekte dieser Methode: Auf der einen Seite bekommen die, die Drücken, ein Gespür dafür, ob die Gedrückten sich in der Stellung entspannen oder auch nicht. Auf der anderen Seite sehen sie wie die jeweilige Stellung korrekt aussehen soll, wie sie eingenommen werden soll und auf welche Körperregionen ihre Wirkung zielt.

Fallweise schlage ich meinen TeilnehmerInnen im Zuge dieser Übungen vor, sich auf den Übenden zu setzen (z. B. bei der Kopf-Knie-Stellung); dies bringt mehr Kraft, als das mit dem bloßen Drücken der Hände möglich ist. Diese Entscheidung, ob Draufsetzen oder nicht, überlasse ich selbstverständlich denen, die die Übung durchführen.

Kein Witz! – Oder doch?

Doch nun kommt der Witz: Obwohl manche der Übenden diesem Vorschlag zustimmen, verweigern manche der Anderen dem Vorschlag nachzukommen, denn sie sind der Meinung, dass sie dem Übenden dadurch irgendwie schaden könnten; kurz: sie trauen sich nicht, sich auf ihren Partner zu setzen.

Doch nun zur Moral von dieser Geschichte: Traue dir selbst und auch Anderen einfach mehr zu. Es ist dies (auf den Partner setzen) ohnehin nur eine Lappalie, wenn du dir bewusst machst, was alles menschenmöglich ist. Nimm als Beispiel Extremsportler, Soldaten im Krieg oder einfach Menschen, die in Kriegsgebieten, Naturkatastrophen, Hungersnöte etc. überleben müssen und dann vergleiche ihre Leistung mit dem des hinauf Setzens; das ist dann doch wohl wirklich nur ein Pappenstiel! – Oder? –

Anzumerken ist hier noch, dass Partnerübungen in den Sivananda-Zentren keine Beachtung finden. Es ist dies eher eine Praxis jener Yoga-Richtungen, die sich mehr den körperlichen und weniger der geistigen Aspekten von Yoga verschrieben haben.
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Ich will abschalten!

Ja, viele, die zu den Kursen kommen, wollen abschalten, doch: Vergiss es! – Warum? –
Öfters schon habe ich von Suggestionen, also Beeinflussungen des Unterbewusstseins gesprochen und in diesem Zusammenhang habe ich auch erwähnt, dass diese Suggestionen positiv formuliert sein sollten.
Nun birgt das Wort abschalten bzw. ausschalten einen (nicht sofort erkennbaren) negativen Aspekt in sich. Wenn du z. B. den Strom, also das Licht ab- oder eben ausschaltest, ist es finster. Das Licht ist tot! – Oder? –
Du willst selbstverständlich in erster Linie nicht das Licht, sondern deine Gedanken abschalten.

Jetzt wird’s kriminell …

Nun stelle dir folgendes Szenario vor: Ich gehe mit einem Messer oder sonstigem Gegenstand auf dich los, ich will also dein Leben ab- oder ausschalten bzw. (wie das Licht) auslöschen, kurz: dich tot machen.
Du kannst mir nicht davon laufen (zur Erinnerung: Ich habe einen Marathon erfolgreich beendet, bin also schneller als du! 🙂 – Was tust du? –
Vermutlich wirst du um Hilfe (oder wen das keinen Erfolg zeigt „Es brennt!“) schreien. Was geschieht? –
Im schlechtesten Fall wird dir niemand zu Hilfe eilen, im weniger schlechten kommt dir Einer zu Hilfe und bei entsprechendem Einsatz deinerseits werden es vermutlich mehrere sein, die dich vor deinem Tod retten wollen.

Doch was hat diese Geschichte mit dem ursprünglichen Thema zu tun? –
Übertrage nun diese kleine Episode auf deine Gedanken: Genau so wenig, wie du dich umbringen (abschalten) lassen willst, wollen deine Gedanken ab- oder ausgeschaltet bzw. tot gemacht werden.
Du gehst auf einen deiner Gedanken los, willst ihn abschalten, er schreit um Hilfe, Andere eilen ihm zu Hilfe, es werden immer mehr und mehr … – und was wolltest du erreichen? –
Genau das Gegenteil, nämlich dass deine Gedanken weniger werden bzw. ganz zur Ruhe finden.

Wie erreichst du nun dein Ziel? –
Indem du deine Gedanken nicht attackierst, sondern sie sein lässt, sie also nicht beachtest und dich stattdessen auf etwas Anderes (z. B. auf ein Mantra oder Ähnliches) konzentrierst. Somit lässt du deine Gedanken in Frieden (leben) und wenn du sie nicht beachtest, werden auch sie dich nicht weiter beachten und schon gar nicht belästigen.
Du hast also (deine Gedanken) nicht abgeschaltet, sondern sie los- und somit am Leben gelassen!
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Entspannung: Ja! – Schlaf gut: Nein!

 
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Wie schon öfters erwähnt, findet am Ende einer Yoga-Stunde immer die sogenannte End-Entspannung statt. Sie dazu dient, Anspannungen, die sich vielleicht im Zuge der Übungsstunde aufgebaut haben oder von sonst woher präsent sind, los zu lassen, um danach locker und entspannt in den Alltag zurück zu kehren.

Diese Entspannung geht so vor sich, dass ich zuerst alle Anwesenden zweimal den Körper bis zur äußersten Grenze anspannen lasse; zur Erinnerung: Wir leben in der Polarität, daher keine Entspannung ohne Anspannung und umgekehrt!

Nach dieser Prozedur nehmen die Kurs-TeilnehmerInnen die Totenlage ein und ich beginne mit den (Auto-)Suggestionen. Ich spreche die einzelnen Körperteile an, beginnend bei den Füßen hinauf bis zum Kopf, die sie dann aufgrund meiner Suggestionen entspannen (sollten). Also: „Ich entspanne meine Füße -, meine Füße sind ganz entspannt“ usw. Nach der Entspannung der Kopfhaut erhalten noch die inneren Organe ihre Aufmerksamkeit, bis schließlich die Suggestionen beendet werden.

Nimm Rücksicht auf die Anderen …

Manche sind dann so entspannt, dass sie gleich wegschlummern und binnen kürzester Zeit ihre Motorsäge anwerfen, um im Wald ihr Unwesen zu treiben, sprich: Bäume zu fällen; anders ausgedrückt: Sie schnarchen, was das Zeug hält!

Doch dieses Schlafen hat mit Entspannung nichts zu tun, denn schlafen ist ein unbewusster Zustand, d. h. du weißt nicht was mit dir geschieht. Manche wurden schon aus Spaß schlafend in ihrem Bett irgendwo hin getragen und fanden sich dann vielleicht im Freien oder sonst wo wieder, nachdem sie aus dem Land der Träume zurückgekehrt waren.

Entspannung dagegen ist ein bewusster Zustand (bzw. sollte es zumindest sein). Es ist sozusagen eine Grad-Wanderung zwischen Wach- und Schlafzustand. Der Geist ist wach, jedoch so ruhig, wie z. B. ein See, dessen Wasseroberfläche ganz unbewegt und glatt, also frei von Wellen ist. Dieser ruhigen Wasseroberfläche entsprechend, sollen desgleichen die Gedankenwellen (Vrittis) des Geistes nach und nach zum Stillstand kommen. Wenn der Geist so zur Ruhe gefunden hat, also gelöst ist, überträgt sich dieser Zustand auch auf den Körper.
Ist dies geschehen, kann das Ergebnis dieser Yoga-Stunde als erfolgreich bezeichnet werden, denn sie wurde entspannt beendet. Der Weg wurde geebnet für harmonische Stunden danach.
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Ein Hoch der Techno-Musik!

(oder Diese Übung gefällt mir nicht!)

Immer wieder kommt es vor, dass einigen meiner Kurs- und Seminar-TeilnehmerInnen gewisse Übungen (vor allem bei aktiven Meditationen) nicht gefallen.
Doch es geht nicht darum, ob dir eine Übung gefällt (oder eben nicht). Gerade Übungen, die dir nicht so zusagen, bringen dir im Endeffekt mehr. –
Warum? –
Wie bereits erwähnt: Yoga ist ein Weg der Selbsterkenntnis und gerade bei Aufgaben, die dir nicht so „gefallen“ ist der Wert der Selbsterkenntnis sicherlich höher einzustufen als im anderen Fall, – wenn wir dies schon bewerten wollen. Am besten ist es, überhaupt nicht zu (be-)werten, denn dann sind alle Übungen neutral und du kannst vorurteilsfrei an die Lösung dieser Aufgaben herangehen.

So lernst du dich besser kennen!

Wenn dir also wieder einmal eine Übung gegen den Strich geht (je mehr umso besser!), solltest du dir (immer wieder) folgend(e) Frage(n) stellen (bis die Antwort aus deinem Innersten hoch gestiegen ist): „Warum mag ich diese Übung nicht?“ – „Wogegen sträube ich mich?“ Oder auch: „Was bringt mir diese Übung?“ –
Durch diese Auseinandersetzung mit dir selbst, wirst du dich besser kennen lernen und gewisse Dinge, die dich einmal gestört haben, werden an Bedeutung verlieren bzw. sogar ins Gegenteil (also in Gefallen) umwandeln.

Um (bei einem Seminar) schnell vom Alltag weg und somit im Hier und Jetzt anzukommen, beginne ich die meisten dieser Fortbildungen mit tanzen, denn dies ist für mich die ursprünglichste Form der Meditation.
Dabei bekomme ich immer wieder zu hören: „Ich kann nicht tanzen!“ –
(Ersetze freimütig das Wort „kann“ durch „will“, also lautet jetzt der Satz: „Ich will nicht tanzen!“)
Meine Antwort: „Egal, bewege dich einfach zur Musik; gib dich der Musik hin!“

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Die meisten bewegen sich dann, so wie alle anderen auch, unumwunden zur Musik und für mich ist der Zweck der Übung erfüllt: Sich der Musik hingeben, im Seminarraum anzukommen und vielleicht in weiterer Folge durch diese Hingabe in Meditation zu sinken.

Um schneller anzukommen und den Alltag hinter sich zu lassen, beginne ich mit langsamen Rhythmen und steigere allmählich das Tempo, bis ich bei wirklich schnellen Kompositionen angelangt bin. Dabei ist Techno jener Musik-Stil der mir dabei am geeignetsten erscheint (ich weiß: keine Sattva-, sondern Rajas-Musik und daher nicht unbedingt im Sinne von Yoga; siehe unter „Drei Gunas„). Jedoch: Der Zweck heiligt die Mittel!

Aber auch ein Hoch anderen Musik-Richtungen!

Allerdings bin ich nicht nur auf Techno fixiert, sondern es kommen auch andere Musikstücke, so zum Beispiel aus dem Bereich Volksmusik oder indische Popmusik, und selbstverständlich dann während des Seminars jede Menge an Entspannungsmusik zum Einsatz.
Einige Teilnehmerinnen hat diese Art von Klängen bei ihren ersten Seminaren so gar nicht angesprochen, aber im Laufe der Zeit haben sie sich mehr und mehr hingegeben und sich inzwischen zu richtigen Techno-Queens empor gearbeitet. Die Haare fliegen, die Körper schwingen oder hüpfen, je nach Vorgabe der Musik, ein Rock-Konzert ist ein Sch.. dagegen.
Den Namen Techno-Queens haben sie sich übrigens selbst verliehen.

Im Zusammenhang zu „Diese Übung gefällt mir nicht!“: So musste ich ebenfalls anfangs (und auch heute noch) über meinen Schatten springen, um gewisse Übungen akzeptieren zu können.
Eine dieser Herausforderungen stellte die Zwerchfellatmung dar, die ich sehr, sehr lange nicht leiden konnte (ich glaube mich zu erinnern, dass es so an die drei Jahre waren).
Aber auch bei verschiedenen aktiven Meditationen hatte ich so meine gewissen Probleme und kam mir bei der ersten Ausübung derselben wahrlich ziemlich blöd vor. Doch irgendwann machte es „Klick“ und die Abneigung wandelte sich in Gefallen um; – naja, zumindest bei den meisten Übungen.
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Singen macht Spaß und mit Hingabe sowieso

Da mir das Singen des Kirtan und der Bajans bei den täglichen Morgen- und Abendmeditationen (Satsang) im Sivananda-Aschram Spaß machte, übernahm ich diese Art der yogischen Praxis auch in meine Kurse und Seminare.

Irgendwann durchschaute ich auch den Sinn des Singens bzw. von Bhakti Yoga allgemein: Vor allem durch die Praxis von Hatha Yoga kann es passieren, dass das Ego geradewegs den umgekehrten Weg geht, als es eigentlich gehen sollte.

Es ist schon toll, wenn mann/frau die schwierigsten Stellungen beherrscht und diese dann noch öffentlich zu Schau stellt. Man wird bewundert und viele eifern dir nach, kurz: Deinem Ego wird geschmeichelt. Und nun kann es sehr leicht passieren, dass du den Sinn von Yoga vergisst, dein Ego wachsen lässt, anstatt es im Sinne von Yoga allmählich los zu lassen.

Singe auch du mit!

Bei den Kursen (ab den „Yoga 2-Kursen“; siehe weiter vorne unter „Das sind meine Angebote …“) singe ich fallweise am Ende einer Yoga-Stunde ein oder zwei dieser spirituellen Lieder mit den Anwesenden; bei den Yoga-Seminaren wird, wie im Aschram, der gesamte Kirtan sowie einige der Bajans entweder nur am Morgen oder nur am Abend, aber auch, je nach Thema des Wochenendes an beiden Tagesabschnitten gesungen.

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Der Vortrag dieser Weisen erfolgt so, dass der Leiter des Satsangs je einen Vers vorsingt, den dann alle gemeinsam wiederholen. Im Fall meiner Kurse und Seminare bin ich dieser Vorsänger. Natürlich muss nicht immer ich dieser Vorsänger sein, diesen Part kann auch sehr gerne ein(e) Kurs- oder Seminar-Teilnehmer(In) übernehmen.

Grundsätzlich können es alle …

Selbstverständlich werden auch hierzu (wie beim Tanzen; siehe unter „Ein Hoch der Techno-Musik!“) fallweise Stimmen laut, die behaupten, nicht singen zu können; keinesfalls geht es jedoch darum, es zu können, sondern es einfach zu tun, denn das Wichtigste dabei ist ohnehin die Hingabe. Diese Art von Verehrung entstammt dem Bhakti Yoga und ist eine der neun Formen der Hingabe. Wenn du dich wirklich hingibst, kommen die Töne wie von selbst und dann meistens auch richtig aus deinem Innersten heraus.

Einige meiner Kurs-Teilnehmerinnnen, die sich anfangs sträubten den Part der Vorsängerin zu übernehmen, überwanden dann doch im Laufe der Zeit ihre Scheu und singen heute ebenfalls, zumindest fallweise vor.

Eine dieser ursprünglich „Scheuen“ leitet sogar seit geraumer Zeit selbst eine dieser Gruppen, die Mantra-Singen als eine Form der Meditation zum Inhalt haben.
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oder
weiterlesen im Teil 4 (klick)!

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